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Live Stream Deutschland - Algerien 30.06.2014 22:00 Uhr WM 2014

Live Stream Deutschland - Algerien
Die deutsche Hürde auf dem Weg ins Viertelfinale gegen Frankreich heißt Algerien. Gegen die Nordafrikaner ist man nach zwei Länderspielen noch ohne Sieg. Besonders schmerzhaft in Erinnerung ist das 1:2 in der WM-Vorrunde 1982. Damals wie heute ist die DFB-Auswahl Favorit. In der Gruppenphase reichte es nach Siegen gegen Portugal (4:0) und die USA (1:0) und einem Remis gegen Ghana (2:2) für Platz 1. Algerien setzte sich etwas überraschend gegen Russland (1:1) und Südkorea (4:2) durch. Nur Belgien (1:2) war in Gruppe H nicht beizukommen.

Die Top-Favoriten Brasilien und Niederlande konnten sich zwar für das Viertelfinale qualifizieren, wurden aber in ihren Spielen gegen Chile bzw. Mexiko hart auf die Probe gestellt. "Wir wollen nicht diese Probleme haben und alles in 90 Minuten regeln", sagte Philipp Lahm.

Vor dem Turnier sprach man vielerorts nur von Stürmer Sofiane Feghouli vom FC Valencia, doch Algeriens sechs Tore wurden von fünf unterschiedlichen Spielern erzielt. Nur Kolumbien (sechs) hatte während der Gruppenphase mehr unterschiedliche Torschützen. Besonders auf sich aufmerksam machen konnte Angreifer Islam Slimani (Sporting Lissabon), der in der Vorrunde zweimal zum "Man of the Match" gekürt wurde.

Der bosnische Coach der Algerier sieht die DFB-Elf als Titelkandidaten an: "Die Mannschaft besitzt eine unglaubliche Ball- und Spielbeherrschung. Und ich kenne die deutsche Mentalität, die Spieler werden voll im Saft stehen. Wenn Deutschland fünf Möglichkeiten bekommt, erzielen sie sechs Tore."

Dem Stamminnenverteidiger macht ein grippaler Infekt zu schaffen, er bleibt im Hotel. Dadurch rückt Jerome Boateng ins Zentrum, Shkodran Mustafi übernimmt die rechte Außenverteidigerposition. In der Offensive kehrt Mario Götze für den verletzten Lukas Podolski (muskuläre Probleme) in die Startelf zurück. Bastian Schweinsteiger behält seinen Platz im Mittelfeld, Sami Khadira sitzt auf der Bank.

Trainer Halilhodzic setzt die gelbvorbelasteten Djamel Mesbah, Carl Medjani, Nabil Bentaleb, Abdelmoumene Djabou und Yacine Brahimi zunächst auf die Bank. Neu im Team sind Faouzi Ghoulam, Mehdi Mostefa, Mehdi Lacen, Saphir Taider und Hilal Soudani.

Das Stadion Estadio Beira-Rio (eröffnet April 1969, offiziell: Estadio Jose Pinheiro Borda, Spitzname: Gigante da Beira-Rio) hat ein Fassungsvermögen von 48.849 Zuschauern. Sein Umbau für die WM kostete ca. 108 Millionen Euro.

Die Achtelfinals sind die ersten Spiele des Turniers, welche in den am Wochenende begonnenen muslimischen Fastenmonat fallen. Laut gängiger Interpretation des Korans dürfen "Reisende" das Fasten (Essen und Trinken erst nach Sonnenuntergang) aufschieben. Die meisten algerischen Spieler wollten im Vorfeld keine Auskunft darüber geben, ob sie fasten werden. Die drei muslimischen Spieler im deutschen Kader (Mesut Özil, Khedira und Mustafi) werden es in jedem Fall nicht tun.

Im Gegensatz zu den bisherigen Achtelfinals, wie z.B. in Belo Horizonte und Fortaleza, sind die Temperaturen in Porto Alegre sehr moderat. Die Wettervorhersage kündigt maximal 15 Grad Celsius und einen wolkenverhangenen Himmel an. Sicherlich kein Nachteil für beide Teams, auch in Hinblick auf den Kräftehaushalt für ein mögliches Viertelfinale.