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Live Stream Kolumbien - Uruguay 28.06.2014 22:00 Uhr WM 2014

Live Stream Kolumbien - Uruguay
Die uruguayische Nationalmannschaft kommt derzeit nicht zur Ruhe. Nach dem spannenden letzten Gruppenspiel, in dem man gegen Italien mit einem 1:0 den späten Einzug ins Achtelfinale perfekt machte, war vor allem von Topstar Luis Suarez und seinem Biss in die Schulter von Gegenspieler Giorgio Chiellini die Rede. Der taktisch disziplinierte Auftritt der Celeste, die mit England und den unterlegenen Italienern gleich zwei Europäische Schwergewichte hinter sich ließ, rückte deutlich in den Hintergrund. Auch wenn die "Biss-Affäre" nun einige Tage zurückliegt, wirklich sportlich ist die internationale Berichterstattung über die Mannschaft von Trainer Oscar Tabarez nicht. Ob das die Mannschaft beeinflusst, wird sich auf dem Platz zeigen. Dort fällt der für neun Spiele gesperrte Luis Suarez zwar als großer Verlust ins Auge, doch die starke Defensive und das kampfstarke Mittelfeld bleiben auch ohne den treffsicheren Stürmer zwei Trümpfe der Mannschaft, die sich auch in der Offensive dank Akteuren wie Edinson Cavani und Diego Forlan keinesfalls verstecken muss. Gleiches gilt auch für die Kolumbianer, deren große Stärke bislang die "Abteilung Attacke" ist. Auch ohne den verletzten Topstürmer Radamel Falcao haben die Cafeteros in drei Spielen neun Treffer erzielt und als eine von nur vier Mannschaften die volle Ausbeute von neun Punkten geholt. Diese weiße Weste würde man nur zu gerne auch gegen Uruguay wahren, dann nämlich stünde man bereits im Viertelfinale gegen Gastgeber Brasilien. Die im Vorlauf des Turniers hoch gelobte Truppe von Trainer Jose Pekerman hätte die Erwartungen in jedem Fall erfüllt und könnte der Selecao ohne größeren Druck die Stirn bieten.

Wenn eines der insgesamt 12 WM-Stadien für sich spricht, dann ist es das Estadio do Maracana in Rio de Janeiro. Die legendäre Arena, in der in früheren Zeiten bis zu 200.000 Zuschauer dicht gedrängt Platz fanden, ist zweifellos eine der bekanntesten Spielstätten der Welt. Nach mehreren Umbauten seit der Jahrtausendwende hat sich die Kapazität auf 73.531 Zuschauer reduziert, auch rein optisch sind viele Veränderungen im Vergleich zur 1950 fertig gestellten Erstversion zu erkennen. Die Einen begrüßen die Anpassung an moderne Gegebenheiten, doch auch nicht wenige Brasilianer sind vom heutigen Maracana enttäuscht und kritisieren, dass der "Templo do Futebol" nicht mehr den Geist früherer Tage versprüht. Zweifellos ist an beiden Ansichten etwas dran, dennoch ist unstrittig, dass auch das heutige Maracana zu den schönsten Stadion der Fußballwelt gehört und die Herzen vieler Fans weiterhin höher schlägen lässt.

Nachdem der Argentinier nahezu der kompletten Stammelf im abschließenden Gruppenspiel gegen Japan (4:1) eine Verschnaufpause gegönnt hatte, steht heute wieder die vermeintlich erste Elf der Cafeteros auf dem Platz. Konkret bedeutet das, dass Zuniga, Zapata, Yepes, Sanchez, Aguilar, James und Gutierrez wieder in der Startformation stehen und die Plätze von Balanta, Valdes, Arias, Guarin, Quintero, Mejia und Ramos einnehmen. Lediglich Jackson Martinez darf seinen Platz behalten und verdrängt Victor Ibarbo auf die Bank. Besonderes Augenmerk gilt auch heute wieder Wirbelwind James Rodriguez, der bereits drei Treffer und viele Akzente zum attraktiven Spiel der Cafeteros beisteuern konnte. Auch dank seiner guten Ideen auf dem Rasen kommt ihm heute erneut eine Schlüsselrolle zu, um den uruguayischen Deckungsverbund zu knacken.

Die Celeste läuft im Vergleich zum Italien-Spiel nahezu unverändert auf, lediglich zu einem Wechsel ist der Coach der Uruguayer verpflichtet: Der gesperrte Luis Suarez ist nicht dabei, dafür stürmt Diego Forlan an der Seite von Edinson Cavani. Besonders Cavani weiß bisher bei diesem Turnier zu überzeugen und das nicht nur in der Rolle des Torjägers. Mit enormem läuferischem Aufwand schwang sich der Mann von Paris St. Germain in allen drei Spielen zu einem wichtigen Taktgeber auf, der im Spiel gegen Italien zudem immer wieder ein Auge auf Andrea Pirlo hatte und dessen Kreise entscheidend einschränkte. Angesichts des Fehlens von Suarez soll Cavani aber auch seine Hauptaufgabe nicht außer Acht lassen - diese besteht unverändert darin, den Ball im gegnerischen Tor zu versenken.