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Live Stream Mexico - Kamerun 13.06.2014 WM 2014

Auf den ersten Blick ist in Gruppe A natürlich Gastgeber Brasilien der große Favorit. Dieser Favoritenrolle wurden die Brasilianer auch gestern im Eröffnungsspiel beim 3:1-Sieg gegen Kroatien gerecht. Nun ist also für die Mexikaner ebenso wie für die Kameruner die große Chance gekommen, mit einem Sieg Konkurrent Kroatien bereits drei Punkte hinter sich zu lassen. Denn da sind sich alle Experten einig, hinter Brasilien wird’s in Gruppe A wohl eng zugehen.

Alle drei Teams träumen vom Einzug ins Achtelfinale. Mexiko nimmt bereits zum 15. Mal an einer Weltmeisterschaft teil und kam noch nie über das Viertelfinale (1970, 1986) hinaus, Kamerun dagegen nahm erst sechsmal teil, schaffte es aber ebenfalls einmal bis ins Viertelfinale (19990). Die unmittelbaren WM-Generalprobe am vergangenen Samstag endeten unterschiedlich. Während Mexiko gegen WM-Teilnehmer Portugal mit 0:1 verlor, tankte Kamerun nochmal Selbstvertrauen und siegte mit 1:0 gegen Moldawien.

In der WM-Qualifikationsgruppe der CONCACAF schaffte es Mexiko hinter den USA, Costa Rica und Honduras nur auf den vierten Platz. Das bedeutete für das Team von Coach Miguel Herrera, dass sie erst über den Umweg der Play-offs das Ticket für Brasilien lösen konnten. Doch die Mexikaner entschieden die beiden Entscheidungsspiele gegen die Neuseeländer klar für sich und gewannen 5:1 vor heimischer Kulisse und 4:2 in Neuseeland.

In der Qualifikation das afrikanischen Fußballverbandes CAF traf die Nationalmannschaft von Kamerun zunächst auf Libyen, Togo und die Demokratische Republik Kongo. Diese Gruppe galt als die härteste des Afrika-Verbandes. Als Gruppenerster sicherte Kamerun sich den Einzug in die Playoff-Runde der Gruppensieger. In den Entscheidungsspielen setzte sich die Mannschaft vom deutschen Trainer Volker Finke gegen Tunesien durch. Ein 0:0 in Tunesien und ein klares 4:1 vor heimischem Publikum genügten.

Der Trainer der Mexikaner hat sich kurz vor der WM auf eine Nummer eins im Tor festgelegt. Guillermo Ochoa erhält den Vorzug vor Jose Corona. Während der Qualifikation hatten sich beide Torhüter abgewechselt. Kapitän der „El Tri“ ist Rafael Marquez. Für den Abwehr-Boss ist das inzwischen die vierte WM-Teilnahme. Nach seinem Wechsel vom FC Barcelona in die US-amerikanische Major League Soccer verlor Marquez zunächst seine Form und später seinen Platz in der Nationalmannschaft. Aber in der Heimat beim Club Leon fand der Routinier wieder zurück zu alter Stärke. Andres Guardado von Bayer 04 Leverkusen spielt heute von Beginn an. Javier Hernandez von Manchester United sitzt dagegen zunächst nur auf der Ersatzbank.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer hat eine richtig gute und vor allem auch international erfahrene Truppe zusammen. Im Gegensatz zu Joel Matip vom FC Schalke 04 steht Eric-Maxim Choupo-Moting vom FSV Mainz 05 sogar in der Startformation und hat durchaus Potential zu einem der Shootingstars dieser WM zur werden. Doch neben den beiden Bundesliga-Gesichtern stehen auch die international bekannten Alexandre Song (FC Barcelona), Aurelien Chedjou (Galatasaray Istanbul) und Stephane Mbia (FC Sevilla) in der Startelf. Der unangefochtene Superstar der „unzähmbaren Löwen“ ist allerdings Torjäger Samuel Eto'o vom FC Chelsea.

Das Stadion wurde extra für die WM erbaut und ist in Natal zu Hause. Heute ist Natak ein beliebtes Ausflugsziel ausländischer Besucher. Diese kommen vor allem wegen Stränden wie Ponta Negra, Genipabu, Redinha, Pipa oder Pirangi, von denen es in der Stadt unzählige gibt. Natal wird auch stolz als Cidade do Sol - Stadt der Sonne - bezeichnet, was bei einer Durchschnittstemperatur von 28°C und etwa 300 Sonnentagen im Jahr kein Wunder ist. In Natal gab es bereits zwei Spielstätten, allerdings wurden beide zu Gunsten des Estadio das Dunas abgerissen. Dabei ist nicht nur der Name eine Referenz an eines der beeindruckendsten Naturschauspiele in der Region Natal. Auch die gewagte Konstruktion erinnert mit ihrer Wellenform an Sanddünen, die hier weit verbreitet sind.

 Mexiko musste nach der knappen WM-Qualifikation auch in der Vorbereitung den ein oder anderen Tiefschlag hinnehmen. Neben eher schwächeren Testspielergebnissen schmerzen vor allem die verletzungsbedingten Ausfälle von Juan Carlos Medina (Knöchelverletzung) und Luis Montes (Schien- und Wadenbeinbruch), Vor allem nach der schlimmen Verletzung von Montes im Freundschaftsspiel gegen Ecuador (3:1) war die „El Tricolor“ am Boden zerstört. Auch die WM-Vorbereitung der Kameruner lief alles andere als reibungslos. Ständig waren Schlagzeilen über den Prämienstreit zu lesen. Höhepunkt des Ganzen: Am vergangenen Sonntag verweigerten die Spieler die Abreise nach Brasilien. Angeblich haben die Spieler von der Regierung nur ein Angebot von etwa 68.000 Euro vorgelegt bekommen, statt er verlangten 182.000 Euro. Doch am Sonntagnachmittag einigten sich alle Beteiligten und das Team brach Richtung Brasilien auf.