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Live Stream Hertha BSC - SC Freiburg 15.02.2015 Bundesliga

Live Stream Hertha BSC - SC Freiburg
Hertha: Viel Zeit blieb Pal Dardai nicht nach seiner Inthronisierung am Donnerstag. „Ich wollte bis zum Mainz-Spiel die mentale Stärke auffrischen und für eine bessere Laune sorgen“, sagt der Nachfolger von Jos Luhukay. An diesen Stellschrauben drehte Dardai: Aufstellung: Der neue Coach setzte ein Zeichen. Die zuletzt von Luhukay intern und öffentlich angezählten Nico Schulz und John Anthony Brooks holte er in die Startelf zurück. Sommerzugang Marvin Plattenhardt, von Luhukay mit 115 Einsatzminuten bedacht, begann. Mit Valentin Stocker und Jens Hegeler waren zwei weitere Sommereinkäufe, die bisher enttäuschten, die besten Berliner. Klar ist: Das Potenzial, das zuletzt brachlag, will und muss Dardai nutzen. Salomon Kalou wird am Donnerstag vom Afrika-Cup zurückerwartet – auch ihn will Dardai zu alter Leistungsstärke führen. Mut: In den drei letzten Partien unter Luhukay (Hoffenheim, Bremen, Leverkusen) hatte Hertha jeweils eine (!) Torchance. In Mainz gaben die Berliner elf Torschüsse ab – mehr als doppelt so viele wie in Bremen (3) und gegen Leverkusen (2) zusammen. „Wir waren aktiver vorm Tor“, sagt Julian Schieber. Per Skjelbred bilanziert: „Wir hatten eine klare Linie für dieses Spiel.“

Die Vorgaben von Dardai und Co-Trainer Rainer Widmayer: mehr Abschlüsse, engere Abstände, mehr Kommunikation. Aggressivität: Nach wenigen Sekunden gewann Nico Schulz den ersten Zweikampf. „Das“, sagt Dardai, „war eine Szene für die ganze Saison.“ Die Profis hatten eine andere Körpersprache als zuletzt. „Wir haben mit viel Willen und Leidenschaft gespielt“, sagt Jens Hegeler. Hertha gewann mehr Zweikämpfe (50,4 Prozent) als der Gegner – erst zum sechsten Mal in dieser Saison. Dardais Fazit: „Die Mannschaft hat gezeigt: Hey, wir sind Männer!“ Lockerheit: Viel Zuspruch im Training, garniert mit Übungen für den Teamgedanken – und in der Ansprache vorm Spiel, die sich Dardai und Widmayer teilten, erinnerten beide die Profis an ihre Stärken. „Pal Dardai“, sagt Hegeler, „hat uns zu vermitteln versucht, dass er solche Situationen kennt und wir trotz Platz 17 eine gewisse Leichtigkeit finden müssen.“ Hat geklappt. Match-Glück: Loris Karius’ Blackout vorm 0:1, das trotz Roy Beerens’ Abseitsstellung gegebene 0:2 – Kapitän Fabian Lustenberger sagt zu Recht: „Wir hatten diesmal das Quäntchen Glück, das wir davor nicht hatten.“

Als Orakel macht sich Pal Dardai gar nicht schlecht. Als er im März 2009 mit dem kicker im Wiener Café am Berliner Steubenplatz sitzt, ist die Stadt im Hertha- Fieber, was selten vorkommt, und Hertha Bundesliga-Spitzenreiter, was noch seltener vorkommt, im Grunde fast nie. Dardai spricht über seine Lust am Fußball, die eher größer als kleiner wird, und über seinen Verein, bei dem sich der Abschied von Manager Dieter Hoeneß abzeichnet. „Das erste Jahr ohne ihn“, sagt Dardai, „wird sicher schwierig.“ So kommt es dann auch. Das Jahr wird nicht schwierig, es wird desaströs. Ein schnelles Ende für den schwierig-genialen Lucien Favre auf der Bank und ein langsamer Tod auf dem Platz. Vom Himmel in die Hölle – in diesem Tempo hat das selten ein Klub hingekriegt. Bei Hertha hoffen sie dieser Tage, dass Dardais Treffsicherheit bei Prognosen Bestand hat. Es ist Donnerstag, kurz nach halb drei, als Dardai sagt: „Ich werde das schon hinkriegen. Wir haben genug Zeit und genügend gute Spieler für einen viel, viel besseren Tabellenplatz.“ Dardai, der immer noch so verschmitzt schauen kann wie nach einem Schülerstreich in der Oberstufe, setzt dabei sein allerbestes Wird-schon-wieder-Gesicht auf.

Die Last der einmaligen Chance spürt er nicht, oder er lässt sie sich nicht anmerken. Mit ihm, dem Trainer-Novizen, will sich Hertha befreien – sportlich und atmosphärisch. Er habe „keine Sekunde überlegen müssen“, sagt der Ungar. So tickt er. Wegducken ist keine Haltung, Fleiß die Basis, Lockerheit nötig. Wer ihn unterschätzt, ist selbst schuld. Er nennt sich „unangenehm und stur“ und mischt auf natürliche Art Härte und Humor. Als der Ungar das erste Training leitet, lobt er viel, er tätschelt Ronny, er ruft: „Spielt einfach!“ Einfach spielen – das war schon als Profi seine Maxime. „Jeder Trainer“, sagt er, „hat gewusst, was er von mir kriegt. Ich bin viel gelaufen, habe einfache Bälle gespielt und Zweikämpfe gewonnen.“ Mit 20 ist er nach Berlin gekommen, eher Bub als Mann, ruhig, längst nicht so robust wie später. Im Training grätscht ihn bald darauf Hendrik Herzog, der jetzt Zeugwart ist, rüde ab. Dardai beschwert sich bei Trainer Jürgen Röber, aber der sagt nur: „Pal, wehr’ dich!“ Das tut er fortan. Er ist inmitten der Fein- und Freigeister Deisler, Marcelinho, Wosz und Beinlich nie der Begabteste im Berliner Mittelfeld, aber immer der Emsigste – und am Ende mit 286 Einsätzen Herthas Rekordspieler. Er ist einer, der den Gegner eher zermürbt als überwältigt. „Ohne Röber“, sagt Dardai, „wäre ich nicht der, der ich bin. Er war wie ein Ziehvater.“ Im Oktober 1999 macht der FC Bayern Dardai ein Angebot. Er hat als kleiner Junge mit seiner Tante, die in Rohrbach lebt, öfter das Münchner Olympiastadion besucht.

Dardai bleibt in Berlin und bereut es später mal, kurz jedenfalls, als Falko Götz ihn, den Malocher, den Unverzichtbaren, für verzichtbar hält. Götz ist irgendwann weg, aber er, Dardai, bleibt. Er setzt sich durch, 15 Jahre lang, gegen Widerstände, auch gegen Schicksalsschläge. Als Hertha im Sommer 2002 im Trainingslager in Österreich ein Testspiel gegen Fenerbahce Istanbul bestreitet, verbreitet sich am Rande des Platzes die Nachricht, dass Dardais Bruder Balasz mit 21 Jahren bei einem Fußballspiel gestorben ist. Dardai fährt sofort in seine Heimatstadt Pecs. Es sind Tage, Wochen, in denen die Karriere fast kippt. „Ich wollte aufhören“, sagt Dardai, „das war mein erster Gedanke.“ Als ihn Dieter Hoeneß nach einer Woche anruft, weint er immer noch. Aber er fängt sich, irgendwann, trotzig, hart, zu sich, zu den anderen, er sagt: „Der Fußball hat mir alles gegeben und meinen Bruder genommen. Aber ich kann ohne Fußball nicht leben.“ Es ist Sonntagmittag, die Sonne scheint auf den Schenkendorffplatz.

Dardai leitet das Auslaufen am Tag nach dem 2:0 in Mainz. Sein Vater Pal, der selbst Profi war, ist bei ihm zu Besuch. „Wir wollten in Ruhe Fußball schauen“, sagt Herthas neuer Hoffnungsträger. „Jetzt bin ich Trainer.“ Nicht mehr U 15, sondern Bundesliga. „Das ist eigentlich weniger Arbeit“, sagt Dardai, der selbst drei Söhne hat, und lächelt. „Die nächtlichen Anrufe unzufriedener Eltern fallen jetzt weg.“ Er hat sich am Samstagabend nach der Rückkehr aus Mainz ein Gläschen Rotwein gegönnt, wie als Profi schon. Er will den Spielern, die sich von Jos Luhukay eine Spur zu sehr gegängelt fühlten, Eigenverantwortung übertragen. „Ich werde nicht bestimmen, ob einer Rührei isst oder ungarische Salami“, sagt Dardai. „Ich habe immer Gulasch gegessen und konnte ohne Ende laufen.“ Ein Sieg zum Einstand, weiter geht’s. „Wir haben viel Arbeit vor uns“, sagt Dardai. Er ist als Trainer ein Lernender. Einer, der weiß, dass es ohne Strenge nicht geht, aber nur damit auch nicht. „Ich bin kein Zauberer“, sagt er. Er ist Arbeiter, gebürtiger Pragmatiker, Optimist. Vielleicht ist das der Mix, den Hertha jetzt braucht.

Freiburg:  In dieser Verfassung hat der SC Freiburg in der Bundesliga nichts verloren. Beim schmeichelhaften 0:3 gegen Dortmund gab die Mannschaft ein erschreckendes Bild ab. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Eine schwache Leistung ließe sich leicht verzeihen, doch schon in der Hinrunde zeigte die Mannschaft große Schwankungen, die die Spieler nur schwer erklären konnten. In Augsburg (0:2), in Paderborn (1:1) und in München (0:2) erlaubte sich das Team katastrophale Auftritte, gegen Dortmund lieferte der SC nun das schwächste Heimspiel der Saison ab. „Wenn man das gesehen hat, muss man Angst um uns haben“, räumt Felix Klaus ein, „ich weiß nicht, woran es lag, aber so können wir nicht auftreten.“ Trainer Christian Streich konstatiert: „Wir hatten einen sehr schwachen Tag, waren in allen Belangen unterlegen und hätten wesentlich höher verlieren können. Wir haben einfach ein furchtbares Spiel gemacht, waren individuell schlecht und völlig chancenlos.“

Nur vier Tage nach dem trotz des 0:1 guten Auftritts in Gladbach funktionierte plötzlich nichts mehr. Dem Pressing des BVB konnte Freiburg nichts entgegensetzen. „Ich weiß nicht, warum wir so nervös gespielt haben. Wir wollten von Anfang an wach sein und Gas geben, doch das ist uns nicht gelungen. Jeder Pass war ein Risikopass“, moniert Klaus. Die Kräfteverhältnisse wirkten so, als ob eine Auswahl schmächtiger Schüler aus der Unterstufe gegen die großen Jungs aus der Oberstufe angetreten wäre. Ein weiteres Problem: Die kapitalen individuellen Fehler ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Gegen den BVB bewarb sich Mike Frantz um den Slapstick-Preis des Spieltages. Mit einem haarsträubenden Fehlpass „schenkte“ er den Gästen die Führung. „Dieses Tor war schlimmer als ein Eigentor“, urteilt Streich. In Gladbach hatte Christian Günter vor dem 0:1 am Ball vorbeigetreten.

In der Hinrunde kosteten zwei Last-Minute- Aussetzer von Roman Bürki vier Punkte (Paderborn, Hannover). Stefan Mitrovic brachte im Derby gegen Stuttgart (1:4) den VfB auf die Siegerstraße. Daheim gegen Gladbach (0:0) und den HSV (0:0) versemmelten Admir Mehmedi und Vladimir Darida Strafstöße – die Liste der Blackouts ist (zu) lang und könnte den Klassenerhalt kosten. „Entscheidend für den Ausgang der Saison ist, wie man mit diesen Situationen umgeht. Es gibt keinen Schmusekurs, aber die Kritik muss konstruktiv sein und die Mannschaft muss zusammenstehen“, sagt Vorstand Sport Jochen Saier.

Hertha BSC - SC Freiburg Live Stream


Das Spiel zwischen Hertha BSC und SC Freiburg wird am Sonntag, den 15.02.2015 um 15:30 Uhr angestoßen. Nicht jeder hat das Glück das Spiel live im Stadion sehen zu können und muss auf diverse TV-Übertragungen oder mögliche Live Streams im Internet hoffen.

So bieten möglicherweiße Sport-Sender wie Sky, Eurosport oder Sport1 einen eigenen Livestream an, der legal ist und eine gute Qualität aufweist. Wie gewohnt wird die Vorberichterstattung etwas früher beginnen. Also schaltet einfach rein, und seid live dabei, wenn es heißt: Hertha BSC vs SC Freiburg!

Allerdings gibt es noch weitere ausländische Livestreams im Internet, die das komplette Spiel übertragen werden, diese könnt ihr eventuell im Livestream-Portal "xstream.to" finden. Außerdem könnt ihr die vielen Liveticker nutzten, die im Internet verbreitet sind.

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