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Live Stream Werder Bremen - FC Augsburg 14.02.2015 Bundesliga

Werder Bremen - FC AugsburgBremen: Nein, versicherte Davie Selke trotz seiner fast ausgelassenen Freude nach der siebten Torbeteiligung in seinen jüngsten acht Spielen (vier Treffer, drei Assists) hinterher glaubhaft, „ich habe nicht heimlich mitgesummt“. Die Fans in der Ostkurve hatten das Europapokal-Lied angestimmt – Werder ist mit einem Mal den internationalen Plätzen näher als der Abstiegszone! Das hat natürlich auch Clemens Fritz registriert, doch besagte Gesänge kommen auch dem wieder einmal vorbildlich kämpfenden Kapitän zu früh: „Es darf jeder träumen. Und unsere Fans haben genug gelitten in den letzten Jahren. Wir haben sie gequält, doch sie haben uns immer unterstützt.“ Und plötzlich passiert wieder Wundersames an der Weser. Erstmals in dieser Saison waren Werder dort zwei Tore vor der Pause geglückt. Ein kleiner Blick zurück: Am 16. Spieltag waren die Grün-Weißen noch Tabellenletzter gewesen. Jetzt, nur vier Spieltage später, steht die Elf von Viktor Skripnik auf einem einstelligen Rang. „Das ist ein sehr attraktiver Platz, eine gute Sache“, sagt der Trainer zwar, „aber wir schauen nach wie vor nach unten.“ Viel wichtiger für den erfolgreichen Coach im Moment: „Wir entwickeln uns, das freut mich natürlich.“ Nie zuvor war einem Tabellenletzten in der Zeit vom 16. bis zum 20. Spieltag eine solche Verbesserung gelungen – drei Plätze nach oben waren bisher in der Bundesliga- Historie das Höchste der Gefühle. Eine Mannschaft, die nach dem ersten Saisonviertel Tabellenletzter war, kletterte noch nie innerhalb von vier Spieltagen um so viele Tabellenplätze wie aktuell Werder Bremen.

Es klingt manchmal drollig, wenn Viktor Skripnik spricht. „Breite Brust, aber nicht Nase hoch“, sagte Bremens Trainer neulich in seinem mitunter lustigen Deutsch, um zu beschreiben, welche Einstellung er sich von seiner Mannschaft wünscht. Ein typischer Skripnik. So kennen sie ihn, die Journalisten und die Fans, die Klub-Verantwortlichen und vor allem die Spieler. Und so mögen sie ihn. Ein Typ und Unikum, der in diesen Tagen ein Wintermärchen an der Weser inszeniert und zur Kultfigur avanciert. Immer geradeaus, immer off en und ehrlich ist der Mann aus der Ukraine, dazu authentisch, schlagfertig und mit hintergründigem Humor gesegnet. All dies macht ihm zum Liebling des Volkes. Robin Dutt, der Vorgänger, blieb trotz aller Sympathiewerte ein Fremdling, ein Zugereister, der nie richtig angekommen ist. Skripnik geht als „echter Werderaner“ durch. Seine Vita ist Grün-Weiß eingefärbt. Skripnik kommt aus dem eigenen Stall, war Spieler von 1996 bis 2004, danach Coach im Nachwuchsbereich, nun ist er Cheftrainer. Natürlich hätten sie bei seiner Wahl an die Erfolgsgeschichte mit Th omas Schaaf gedacht, erzählt Klaus-Dieter Fischer, der aus dem Amt geschiedene Präsident und Geschäftsführer, und spielt an auf die bewusste Neuaufl age des Modells mit einer hausgemachten Lösung.

Für Thomas Eichin ist Skripnik „der richtige Mann für den Aufbau eines neuen Teams“. Vor einigen Wochen musste sich der Geschäftsführer noch wehren gegen Behauptungen, er habe externe Kandidaten wie Bruno Labbadia oder Huub Stevens protegieren wollen: „Unser Votum für Viktor war einstimmig.“ „Victory“ dichteten einige Gazetten in der Euphorie der ersten Tage, in Anlehnung an seinen Vornamen. Doch so langsam zeichnet sich ein ernster Trend ab. Drei Erfolge zum Start in die Rückrunde reihte der „Frischling auf der Bank“ aneinander, unter ihm ist Werder vom letzten bis auf den achten Tabellenplatz hochgeschossen. Aktuell erinnert einiges an das Jahr 1999. Damals war es Schaaf, der als fünfter Rehhagel- Nachfolger im Abstiegskampf die Wende vollbrachte und das Bremer Fußball-Märchen der Neuzeit schrieb. Diesmal ist es Skripnik, der Werder im Eiltempo neues Leben eingehaucht hat. Anfangs waren seine Denkweise und seine Methoden vielen ein Rätsel. Inzwischen zeichnen sich Konturen ab – und eine Identität schält sich heraus. „Wir spielen wieder Fußball“, sagt Kapitän Clemens Fritz, „zuvor haben wir die Zuschauer lange genug gequält.“ Und wie. „Ich bin eine ehrliche Haut“, findet Skripnik, „es ist die Basis für meine Arbeit.“ Er sucht die Kommunikation, gerade auch mit den Reservisten, bei ihm sind Einzelgespräche an der Tagesordnung.

Und nur in solchen Zwiegesprächen teilt er seinen Schützlingen seine Einschätzung mit, nicht vor der versammelten Truppe. Skripnik lobt und tadelt, aber immer konstruktiv, „ich kritisiere nicht, ich korrigiere“. Jeder wisse bei ihm, woran er sei, die aussortierten Leihspieler Ekici, Elia, Petersen und Obraniak wurden, nachdem sie die ihnen offerierten Chancen nicht genutzt hatten, rechtzeitig über ihren schwindenden Status im Team informiert. Neben seiner Konsequenz im Handeln zählt die Ansprache zu den Stärken des Fußballlehrers. „Der Trainer findet stets die richtigen Worte“, berichtet Philipp Bargfrede und erwähnt speziell das ausgezeichnete Coaching bei der Kabinenansprache, das oft kernige Worte aus der Sprache der Fußballer enthält, die sofort verstanden werden. Anders als bei Dutt, der zu oft kopfgesteuert argumentierte und unter dem die Umsetzung in die Praxis zu oft misslang. Zu Skripniks Wesen gehört es, so lange an Details zu feilen, bis sie klappen und als Teamplayer, der zu delegieren versteht, das Wir in den Vordergrund zu stellen. Die Rollen in seinem Trainerteam sind klar verteilt, mit seinen Assistenten hat er bereits in der Regionalliga erfolgreich kooperiert.

Als Heißmacher tritt Torsten Frings in Erscheinung, der frühere Nationalspieler und Vize-Weltmeister von 2002, er ist der Mann für die Motivation. Einer seiner wichtigsten Zuarbeiter hingegen ist eher unprominent. Florian Kohfeldt, „unser Student“, selbst aktiv in der Bremen-Liga, gilt als Taktikfuchs und wird vom Boss als Stratege gerühmt, der den taktischen Feinschliff und die Umstellungen im Laufe einer Begegnung zu verantworten hat. „Wenn er etwas sagt, so ist es beschlossene Sache“, betont Skripnik. Was die Besetzung zwischen den Pfosten betrifft, vertraut er der Kompetenz von Christian Vander, dem ehemaligen Keeper und heutigen Torwarttrainer. Der für sinnvoll erachtete Wechsel im Kasten ist auf dessen Bewertungen zurückführen. „Wir wollen mehr auf uns schauen“, hat Skripnik von Beginn an als Richtschnur ausgegeben. Mutig nach vorne spielen, mehr Initiative zeigen, immer aktiv sein, mehr agieren als reagieren, all dies fordert er bei seinen Mannen ein. Seine Qualität: Von der ersten Trainingseinheit an hat er seine Elf starkgeredet und ihr eine kräftige Dosis Selbstvertrauen verabreicht. „Wir glauben an unsere Stärken und wollen diese ausspielen“, bestätigt Kapitän Fritz. Die Ausrichtung nach dem Gegner, so hat der Coach selbst gesagt, finde erst in zweiter Hinsicht statt. Dann aber wirkungsvoll, wie zuletzt gegen Leverkusen, als der Einbau von Felix Kroos als weiterem defensiven Mittelfeldspieler glückte.

Nach gut einem Vierteljahr ist Skripnik dem Vorhaben, eine andere, attraktivere Spielkultur zu schaffen, ein gutes Stück näher gekommen, die Anknüpfung an die glorreiche Epoche unter Schaaf ist erkennbar. Das alles gelang mit neuem Personal. Während Dutt immer nur davon sprach, hat Jugend- Förderer Skripnik ernst gemacht, sein Rückgriff auf den ihm bestens bekannten Nachwuchs hat sich ausgezahlt: Selke und Lorenzen, Aycicek und der nun bis 2017 zum Profi beförderte Sternberg, dazu der aus Leverkusen geholte Öztunali. Skripnik schippert mit dem Jugendstil zu neuen Ufern, die eigentlich die alten Gestade sind. Auf die Nachfrage, ob die rosigen Aussichten bei Werder Bremen eine neue erfolgreiche Ära einläuten, reagiert Skripnik völlig entspannt, „ich lasse mich nicht provozieren“. Werders Reformer bleibt geerdet, verbale Höhenflüge sind ihm fremd. Trotz der beispiellosen Erfolgsserie lebt er selbst das vor, was er den anderen predigt: „Breite Brust, aber nicht Nase hoch.“

Augsburg: An das Hinspiel der Augsburger gegen Frankfurt im September 2014 kann sich FCA-Trainer Markus Weinzierl noch sehr gut erinnern. Null Punkte, Letzter, vorher gegen Viertligist Magdeburg im Pokal rausgeflogen, und dann das Spiel bei den ungeschlagenen Hessen. „Das war der positive Knackpunkt“, so Weinzierl über das damalige 1:0, das der Startschuss für eine bislang außergewöhnliche Saison war. Mit dem 2:2 am Sonntag fuhr das Team bereits den 34. Punkt ein. Es war das erste Remis der Augsburger in dieser Spielzeit. Sechs Zähler fehlen noch für das Erreichen des Saisonziels, das die Verantwortlichen mit der„40-Punkte-Marke“ umschreiben. Dies könnte schon in Kürze der Fall sein. „Danach können wir weiterreden“, sagt Weinzierl. Über neue Ziele, über Europa? Worüber sonst. Mit 34 Punkten ist in 51 Jahren Bundesliga noch nie eine Mannschaft abgestiegen. Acht Punkte Vorsprung hat Augsburg derzeit auf den Siebten. Doch gegen Frankfurt wurde deutlich, dass Augsburg nicht alle Ausfälle wegstecken kann. Stammkeeper Marwin Hitz ist seit Wochen verletzt, Abdul Rahman Baba, Christoph Janker, Jeong-Ho Hong, Dominik Reinhardt und zunächst Jan-Ingwer-Callsen Bracker fehlten für die Abwehr, Tim Matavz und Sascha Mölders im Sturm.

Gegen die Eintracht musste Weinzierl deshalb Dominik Kohr (21) zum ersten Mal als Innenverteidiger in der Startelf auf den Platz schicken, ihn dann aber nach 16 Minuten schon wieder nach rechts schieben, weil Paul Verhaegh mit einer Wadenverletzung rausmusste. Callsen-Bracker kam so ins Spiel, erfüllte seinen Job trotz Schmerzen, auch wenn er beim 2:2 keine allzu glückliche Figur abgab. Und vorne? Dort war Halil Altintop zunächst der auffälligste Akteur; nach der Pause baute er allerdings ab, leitete mit einem Fehlpass den Ausgleich ein. Dennoch ist es unglaublich, welche Konstanz der Türke an den Tag legt. Seitdem er 2013 nach Augsburg kam, stand er in allen 54 Ligaspielen des FCA in der Startelf. Beim FCA hat Altintop sein sportliches Glück gefunden. Er hat dort alles, was er braucht. Ein ruhiges Umfeld, einen Trainer, der ihm vertraut und ihn zentral einsetzt. Weinzierl: „Für uns ist es im Nachhinein ein Sensationstransfer gewesen.“ Altintops Vertrag endet 2015. „Ich habe den klaren Wunsch, weiter mit ihm zu arbeiten“, sagt Weinzierl. Die ersten Gespräche haben nun stattgefunden. Doch trotz der Wertschätzung auf beiden Seiten wird die Verlängerung kein Selbstläufer; andere Klubs haben die Fühler ausgestreckt.

Am Dienstagabend stieg Abdul Rahman Baba bei 30 Grad in Ghanas Hauptstadt Accra in den Flieger. Am Mittwoch kam er mittags im null Grad kalten Augsburg an. Während die Kollegen im alten Rosenaustadion trainierten, durfte der 20-Jährige auf den Rasen der SGL-Arena. Er drehte dort zur Erholung nach der langen Reise alleine ein paar Runden, an diesem Donnerstag soll er voll einsteigen. Der Ghanaer ist zurück vom Afrika-Cup in Äquatorialguinea, der für ihn bitter endete. Er sei immer noch traurig, sagt Baba. Mit Ghana verlor er das Finale gegen die Elfenbeinküste mit 8:9 im Elfmeterschießen. Der Augsburger, der vom Punkt eigentlich gar nicht antreten wollte, hatte selbst souverän zum 7:6 verwandelt – aber das half nichts, am Ende trauerte Ghana. Bis auf das finale Elfmeterschießen verlief das Turnier für Baba aber durchweg positiv. Er spielte in allen sechs Partien durch, bereitete im dritten Gruppenspiel gegen Südafrika das wichtige 2:1 vor und etablierte sich endgültig als Stammkraft im Nationalteam. „Mit meiner Leistung bin ich zufrieden“, sagt der Linksverteidiger. Jetzt also wieder Augsburg.

Die Rückkehr von einem Turnier in den Vereinsalltag bereitete Baba schon einmal Probleme. Im Sommer 2013 wurde er mit Ghana Dritter bei der U-20-WM, es folgte eine schwache Saison bei Greuther Fürth in der 2. Liga. In der Hinrunde wurde er einmal in und einmal vor der Pause ausgewechselt – jeweils nach miserabler Leistung. Insgesamt stand Baba 2013/14 nur 14-mal in der Startelf und enttäuschte oft. Das lag für viele Beobachter aber weniger an körperlichen als an mentalen Problemen. Baba wollte nach dem Abstieg unbedingt weg aus Fürth, durfte aber nicht – und fiel in ein Loch. FCA-Manager Stefan Reuter ist überzeugt, dass so etwas nun nicht passiert: „Er ist absolut im Rhythmus. So wie er sich beim Afrika-Cup präsentiert hat, wird es kein Problem geben.“ Das glaubt auch Baba selbst: „Ich bin fit und bereit, gegen Bremen zu spielen.“ Sicher ist: Einen Baba in der Form der Hinrunde (17 Einsätze, 4 Assists) könnte der FCA gut brauchen. Die ohnehin angespannte Personalsituation in der Defensive hat sich noch einmal verschärft, weil Paul Verhaegh mit einem Muskelbündelriss mindestens vier Wochen fehlt. Markus Weinzierl musste seine Abwehr 2015 bislang vor jedem Spiel umbauen. Das Improvisieren ist der Trainer deshalb gewohnt, auch dank des Sieben-Punkte-Starts sieht er die Lage entspannt: „Wir werden eine gute Viererkette finden. Mit 34 Punkten sind die Sorgen nicht mehr ganz so groß.“ Am Mittwoch gab es zudem noch etwas Positives: Keeper Marwin Hitz trainierte nach seiner Kniereizung wieder voll mit. Für eine Rückkehr ins Tor kommt das Spiel in Bremen aber wohl noch zu früh.

Werder Bremen - FC Augsburg Live Stream


Das Spiel zwischen Werder Bremen und FC Augsburg wird am Samstag, den 14.02.2015 um 15:30 Uhr angestoßen. Nicht jeder hat das Glück das Spiel live im Stadion sehen zu können und muss auf diverse TV-Übertragungen oder mögliche Live Streams im Internet hoffen.

So bieten möglicherweiße Sport-Sender wie Sky, Eurosport oder Sport1 einen eigenen Livestream an, der legal ist und eine gute Qualität aufweist. Wie gewohnt wird die Vorberichterstattung etwas früher beginnen. Also schaltet einfach rein, und seid live dabei, wenn es heißt: Werder Bremen vs FC Augsburg!

Allerdings gibt es noch weitere ausländische Livestreams im Internet, die das komplette Spiel übertragen werden, diese könnt ihr eventuell im Livestream-Portal "xstream.to" finden. Außerdem könnt ihr die vielen Liveticker nutzten, die im Internet verbreitet sind.

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