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Live Stream FC Barcelona - FC Bayern München 06.05.2015 Champions League

Live Stream FC Barcelona - FC Bayern MünchenEs ist erkennbar kein leichter Moment für Pep Guardiola. Gerade eben hat sein Team das Pokalhalbfinalspiel gegen Dortmund dramatisch im Elfmeterschießen verloren, nun sitzt er auf dem Podium der Pressekonferenz neben Jürgen Klopp. Guardiola wirkt abwesend. Während Klopp spricht, starrt er regungslos nach unten auf den Tisch. Immer wieder streicht er sich dabei übers Kinn, die Glatze. Kein gutes Zeichen, sagen alle, die ihn kennen. Als er sprechen soll, äußert er nur das Nötigste. Nachfragen an ihn bleiben aus. Was könnte er jetzt auch sagen? Guardiola muss sich erst einmal sammeln. Die Fragen, die sich die Beobachter stellen, gehen mit Sicherheit auch ihm durch den Kopf. War es richtig, Arjen Robben zu bringen? Hätte er Mario Götze früher einwechseln sollen? Warum musste Thomas Müller so früh raus? Guardiola ist ein Trainer, der vor allem sich selbst hinterfragt. Niederlagen bezieht der ehrgeizige Coach immer auf sein Tun. „Wenn wir verlieren, ist es meine Verantwortung – immer“, sagt Guardiola. Im Umkehrschluss hieße das natürlich, dass das auch für Siege gilt. So einfach ist das. Eine Sichtweise, die Nachlässigkeiten nicht duldet. Und die erahnen lässt, unter welchen Druck sich Guardiola jede Woche neu setzt. Der Mann sieht sich immer gefordert: Er muss das Richtige entscheiden, dann gibt es eine Chance auf Erfolg. Es gilt, die Spieler von seinem Weg zu überzeugen. Man kann sich also vorstellen, unter welcher Hochspannung er stehen wird, wenn er am Mittwoch mit dem FC Bayern auf den FC Barcelona trifft.

Es könnte das für ihn emotionalste Fußballspiel in seiner bisherigen Trainerlaufbahn werden, eines, das er kommen sah. „Früher oder später werden die beiden Mannschaften wieder aufeinandertreffen. Und wenn es so weit ist, wird das natürlich etwas Besonderes für mich sein, schließlich habe ich fast mein ganzes Leben beim FC Barcelona verbracht“, sagte er schon im Oktober 2013. In Barcelona kennt der 44-Jährige jeden Grashalm, es gibt nichts, was ihm nicht vertraut wäre. Er war dort Jugendspieler und Balljunge, Profi und Kapitän, später Trainer des B-Teams und schließlich der erfolgreichste Coach, den der Verein je hatte. 22 Jahre wirkte Guardiola bei Barca. In der Zona Bonanova, einem exklusiven Viertel mitten in Barcelona, besitzt Guardiola immer noch eine Wohnung. Dort verbrachte er mit Ehefrau Cristina und den drei Kindern die letzten Weihnachtsferien. Die Stadt ist ihm Heimat, und natürlich ist er Vereinsmitglied. Buchautor Marti Perarnau zitiert ihn nach einem privaten Dinner im August 2013 so: „Ich bin einer von Barca und werde es immer bleiben.“ Drei Jahre nach seinem Abschied kehrt Guardiola nun zurück. Pep dahoam. Aber sicher wird es nicht einfach. „Die Rückkehr“, das weiß er, „wird speziell und sehr emotional.“ Die Herausforderung könnte größer nicht sein. 2012 verließ er den Verein, der ihm alles gab, wie der Katalane immer wieder betont. Der Trainer hatte sich im Machtgeplänkel mit dem ihm nicht sehr wohlgesonnenen Präsidenten Sandro Rosell aufgerieben, Spieler wie Coach wirkten zudem nach vier Jahren stark ermüdet von der Zusammenarbeit, die dem Verein grandiose 14 Trophäen einbrachte.

Ungewöhnlich heiter fiel dann auch der Moment aus, als sich Guardiola nach dem letzten Ligaspiel vom Camp Nou, von der Mannschaft, vom Verein und von den Fans verabschiedete. „Ich verlasse euch wirklich glücklich“, rief Guardiola ins Rund. „Ich werde euch sehr vermissen, aber ich lasse euch in guten Händen. Wir sehen uns, denn ich werde nie weit weg sein.“ Danach ließen ihn die Spieler hochleben, sie tanzten zu Popmusik am Mittelkreis, bevor Guardiola in den Katakomben verschwand. Für immer? Drei Jahre liegt das fast auf den Tag genau zurück. Und doch ist es so, als schwebe Guardiolas Geist weiter durchs Camp Nou. Das, wofür Barca auch im Mai 2015 steht, hat er initiiert. „Natürlich gibt es einen neuen Trainer, aber die Idee, die Spielweise ist fast die gleiche“, unterstreicht Guardiola. „Alles beginnt und endet mit dem Ball“, beschrieb er einmal seine Spielidee. Zwischen 2008 und 2012 brachte er sie zur Perfektion. Die Welt nannte es „Tiki-Taka“, herrührend von den Klick-klack-Kugeln, um das schnelle, dauerhafte Kurzpassspiel zu beschreiben, mit dem Barcelona seine Gegner unter Guardiola zermürbte. Das Spielgerät zirkuliert, dabei sind die Spieler ständig in Bewegung. Dieser Trainer gilt als Architekt einer neuen Stilepoche. Doch wie ist das, wenn man ein Haus gebaut hat und auch die Inneneinrichtung bis ins letzte Detail gestaltet hat, dafür viele Preise einheimste – und dann Jahre später als Gast zurückkommt und sieht, was die neuen Bewohner daraus gemacht haben? Das kann auf beiden Seiten für Unsicherheit sorgen.

Vielleicht ist Guardiola auch deshalb 2012 weit weg in die Vereinigten Staaten nach New York gereist, für ein ganzes Jahr, weil er seine vielen Verbindungen zum Klub kappen wollte. Sollen sie doch tun, was sie wollen, ich möchte und kann es sowieso nicht mehr beeinflussen. Und nun? Er wird in diesen Tagen sehen müssen, ob ihm das Haus, das einmal sein Haus war, immer noch gefällt. Es ist durchaus denkbar, dass der Architekt irgendwann fest zurückkehrt, allerdings: „Alles hat seine Zeit, daran glaube ich. Denn im Prinzip ist meine Zeit als Trainer dort vorbei“, sagte Guardiola selbst mal dazu. In Barcelona sind sie sich sicher, dass man ihn eines Tages im Klub wiedersehen wird – vielleicht sogar als Präsident. Viele Bekannte, Freunde und ehemalige Weggefährten wird der Bayern-Coach in Katalonien treffen. Der Trubel wird ungeahnte Ausmaße annehmen. Alles wird sich um Guardiola drehen. Es ist ein Zwiespalt. Auf beiden Seiten. „Nun kommt der erfolgreichste Barca-Trainer als Gegner zurück. Ein unangenehmes Gefühl, denn für das Gros der Katalanen, Fußballfans oder nicht, ist Guardiola ein Held, auch weil er Bannerträger für die Unabhängigkeit Kataloniens ist“, sagt Jordi Agut, Redakteur der Zeitung Regio7 in Manresa. In der Kleinstadt, nur drei, vier Kilometer von Guardiolas Geburtsort Santpedor entfernt, begann Guardiola beim Klub Gimnastic als Kind mit dem Fußballspielen.

Da passt es ins Bild, dass der berühmte Coach im November 2014 in Barcelona für das Selbstbestimmungsrecht Kataloniens votierte – in einer Volksbefragung, die von der Zentralregierung in Madrid nicht geduldet wurde. „Dass er pro Katalonien abstimmte, lässt ihn im Ansehen vieler nur noch steigen“, so Agut. Und dass er im vergangenen Jahr bei einer Pressekonferenz zum Halbfinale Real gegen Bayern in der von der UEFA für einen solchen Anlass verbotenen Sprache Katalanisch antwortete, „war für viele Katalanen wichtiger als ein Sieg auf dem Platz“. Doch, so räumt der Journalist aus Guardiolas Heimat ein, „es ist nicht so, dass ihm hier alle zu Füßen liegen“. Grund seien Klub-Interna. „Grob skizziert: Wer für die Ex-Präsidenten Nunez und Rosell ist, ist gegen Guardiola; und wer für Laporta ist, ist für Guardiola“, sagt Agut. In der Tat ist kaum ein anderer Weltklub politisch und institutionell so zerrissen wie Barca. Der aktuelle Boss Josep Maria Bartomeu, unter Rosell bis Januar 2014 Vize, versucht derzeit die Fronten etwas aufzuweichen. Er kündigte bereits an, Guardiola „mit allen Ehren“ zu empfangen, auch wenn er nicht als Pep-Freund gilt. Vor sechs Wochen weilte Guardiola im Camp Nou. Mit Vater Valenti und Freund Manel Estiarte hatte er sich das Champions-League-Achtelfinalrückspiel gegen Manchester City angeschaut. Auf die Ehrentribüne wollte er nicht. Vielleicht, wie manche in Barcelona vermuten, um dem aktuellen Barca-Präsidenten aus dem Weg zu gehen. Doch die Zuschauer applaudierten ihm heftig, als sie ihn sahen. Die breite Anhängerschaft schätzt ihn nach wie vor sehr.

Der Klub brauchte allerdings drei Jahre, um sich neu aufzustellen. Zweimal hintereinander war Barca in der Post-Pep-Ära grandios in der Champions League gescheitert, zunächst gegen Bayern, 2014 gegen Atletico. 2013/14 gewann man gar keinen Titel. Nun greift Barca wieder nach dem Triple. Erst dieser Tage sagte Präsident Bartomeu: „Wir sind nahe an der Perfektion. Der Umbau ist uns hervorragend gelungen.“ Abnabelung nennt man so etwas auch. Drei Jahre sind eine lange Zeit dafür. Auch Guardiola hat sich inzwischen verändert. Er wusste von Beginn an, dass er in München einen anderen Weg würde einschlagen müssen. Manche sagen, dass Guardiola beim FC Bayern vorher nie für möglich gehaltene Kompromisse einging; andere sind der Meinung, dass der Trainer dabei ist, den Klub zu „guardiolisieren“. An beidem ist etwas dran. Öffentliche Trainingseinheiten, Treffen mit Fanklubs, kritische Äußerungen von Persönlichkeiten wie Matthias Sammer oder Karl-Heinz Rummenigge über seine Spieler, halb-öffentliche Bankettabende nach Champions- League-Spielen, das Sichzurschaustellen anlässlich des Oktoberfestes, auch die Winterpause, all das war neu für ihn. „Einen Kulturschock“ habe Guardiola zu Beginn erlebt, so Uli Hoeneß, der ihn Ende 2012 in New York von einem Wechsel nach München letztlich überzeugte.

Für den Katalanen stellt es sich heute so dar, dass er sich „an die Bedingungen in München angepasst“ habe. „Ich habe nicht viel verändert hier, nein, nein, ich musste mich anpassen“, sagt Guardiola. Es ist nur die halbe Wahrheit. Mit seinen drei spanischen Assistenten, Berater Estiarte sowie den fünf spanischen Profis hat er für eine ganz bewusste Akzentuierung gesorgt; den Ärzte-Streit entschied der Coach für sich, von ihm ungeliebte Spieler wie Mario Mandzukic oder Mario Gomez mussten gehen. Andererseits respektiert er es, wenn der Verein Spieler wie Sebastian Rode holt. Doch wenn der Katalane bestimmte Profis haben möchte, muss der Klub agieren. So wie bei Medhi Benatia oder Thiago, die sich der Klub 53 Millionen Euro kosten ließ. Wer die aktuelle Mannschaft und die Spielweise mit der aus dem Mai 2013 vergleicht, muss feststellen, dass nicht mehr viel übrig ist aus der Ära Heynckes. Bayern 2015, das ähnelt Guardiolas Barca, auch wenn nicht alle taktischen Details übereinstimmen und der Trainer die Eigenheiten der Bayern-Spieler durchaus berücksichtigen will. Doch die von Ballbesitz geprägte Spielidee ist die gleiche. Guardiola erklärt: „Die Teams, die ich trainiere, wollen immer den Ball.“ Wer den Ball hat, kann kein Tor fangen, so lautet sein Mantra. Angriff ist die beste Verteidigung.

Fragt sich, wer das am Mittwochabend besser umsetzen kann. Es geht für Pep ein Stück weit gegen sich selbst. Da die Oberhand zu behalten ist sein großes Ziel. Den Ausfall einiger wichtiger Spieler würde der Trainer nicht als Ausrede gelten lassen. Stimmt das Konzept, muss die Mannschaft erfolgreich sein. Daran glaubt Guardiola ganz fest. Keiner kennt diesen Gegner so gut wie er. Doch das könnte auch das Problem werden: dass er seine Spieler mit all seinem Wissen, seinen Gedanken überfrachtet. Allein über einen Spieler wie Lionel Messi kann der Trainer stundenlang philosophieren. Schwer, sich da nicht im tausendsten Detail zu verlieren. Alle Augen werden sich in Barcelona auf Pep Guardiola richten. Er wird nervös sein, so wie er es vor seiner ersten Pressekonferenz in München oder vor der ersten Ansprache an die Bayern- Mannschaft war. Ein Ausscheiden gegen Luis Enrique, mit dem er noch zusammenspielte und der 2008 sein Nachfolger als Trainer von Barca B wurde, wäre mehr als eine sportliche Niederlage. Denn der verlorene Sohn ist zurück, und er will der Familie zeigen: Seht her, ich bin doch der Beste!

FC Barcelona - FC Bayern München Live Stream

Das Spiel zwischen FC Barcelona und FC Bayern München wird am Mittwoch, den 06.05.2015 um 20:45 Uhr angestoßen. Nicht jeder hat das Glück das Spiel live im Stadion sehen zu können und muss auf diverse TV-Übertragungen oder mögliche Live Streams im Internet hoffen.

So bieten möglicherweiße Sport-Sender wie Sky, Eurosport oder Sport1 einen eigenen Livestream an, der legal ist und eine gute Qualität aufweist. Wie gewohnt wird die Vorberichterstattung etwas früher beginnen. Also schaltet einfach rein, und seid live dabei, wenn es heißt: Barca vs Bayern!

Allerdings gibt es noch weitere ausländische Livestreams im Internet, die das komplette Spiel übertragen werden, diese könnt ihr eventuell im Livestream-Portal "tvlive.net" finden. Außerdem könnt ihr die vielen Liveticker nutzten, die im Internet verbreitet sind.

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Live stream FC Barcelona - FC Bayern München stream sehen Datum: 06/05/2015 FC Barcelona - FC Bayern München Live Übertragung online anschauen, wo gucken live im Internet? FC Barcelona - FC Bayern München streaming online umsonst schauen, gratis streaming des Spiels FC Barcelona - FC Bayern München kostenlos sehen.