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Live Stream Deutschland - Polen 04.09.2015 EM Qualifikation

Deutschland - PolenDeutschland: Wer mit Emre Can spricht, der muss gut hinhören. Leise, beinahe zaghaft kommen ihm die Sätze über die Lippen. Fast könnte man einen Leisetreter vor sich vermuten und keineswegs den Lautsprecher, der Emre Can auch sein kann. Oder sein muss? Zuweilen bekommt der Beobachter den Eindruck, dass da einer in eine (Führungs-)Rolle hineingedrängt wurde, die seinem eigentlichen Naturell gar nicht recht entspricht. „Es war von klein auf meine Art voranzugehen“, behauptet Can von sich, „ich übernehme gerne Verantwortung. Das ist mein Charakter, meine Mentalität. Ich bin vom Typ her Führungsspieler.“ Das mag durchaus sein, was den Fußball betrifft. Da war der Hochbegabte Gleichaltrigen stets überlegen, athletisch wie fußballerisch in der Entwicklung seinem Alter deutlich voraus. Geborene Führungsspieler aber artikulieren sich in der Regel anders. Unmissverständlich. „Es ist nicht selten der Fall, dass der Spieler und die Privatperson sich unterscheiden“, räumt Can ein, „das ist bei mir auch so.“ Mit 15 schon zu gut für Eintracht Frankfurt, wechselte Can ins Internat des FC Bayern München. Früh wurde das Talent aus seinem gewohnten Umfeld gerissen und musste alleine klarkommen. Mit 17 war der Frühreife Kapitän der deutschen U 17, debütierte mit 18 für die Bayern, spielte mit 19 seine erste U-21-EM, im Sommer nun schon seine zweite.

Eine mögliche dritte unterstreicht das Tempo seines Aufstieges. Doch dazu wird es nicht kommen, Bundestrainer Joachim Löw hat den Durchstarter nun auch in Deutschlands Elitekader befördert. Der nächste logische Schritt für den Karrieristen, der rechtzeitig die Gefährdung seiner kontinuierlichen Weiterentwicklung im brutalen Konkurrenzkampf des Münchner Edelkaders erkannte und sich deshalb 2013 nach Leverkusen absetzte. Dort vollzog Can schnell den Schritt zur Stammkraft. Und schaffte nur ein Jahr später den Sprung zum FC Liverpool und in eine der anspruchsvollsten Ligen. Auch auf der Insel ist der Frankfurter mit den türkischen Wurzeln rasant zum Stammspieler gereift. Die dynamische, körperbetonte Spielweise kommt ihm entgegen. Zunächst als sehr offensivfreudiger Rechtsverteidiger in einer Dreier-Abwehrreihe, nähert sich Can nun auch in Liverpool seiner als Bestimmung ersehnten Position im zentralen Mittelfeld immer mehr an („Dort fühle ich mich zu Hause“), aktuell bei den Reds als Achter im 4-1-4-1-System. So richtig im Zentrum hat man ihn bislang eigentlich nur in den DFB-Teams gesehen. Horst Hrubesch signalisierte von Anfang an, auf wen er in dieser Legislaturperiode setzen würde, als er Emre Can im August 2013 in dessen zweitem Spiel für die U 21 gleich mal die Kapitänsbinde überstreifte.

Jenes 0:0 gegen Frankreich offenbarte freilich, dass die designierte Führungsfigur sowohl in der hierarchischen als auch in der taktischen Rolle noch überfordert war. Schon zur Pause brach Hrubesch das Experiment ab. Beim Endturnier diesen Sommer in Tschechien schließlich schien Can den Erwartungen zunächst auch ohne Binde gerecht zu werden. Als kaum zu zügelnder Antreiber auf der Doppelsechs spielte das Energiebündel seine Qualitäten aus. Mit resoluten Zweikämpfen eroberte er einen Ball nach dem andern, stieß mit seiner enormen Schnelligkeit in des Gegners Nahtstellen, suchte mit beeindruckender Schusskraft in beiden Füßen selbst den Abschluss oder servierte passgenau dem Nebenmann. So erzielte Can den deutschen Treffer beim 1:1 gegen Serbien und brachte das DFB-Team mit überragender Vorarbeit zu Kevin Vollands 1:0 auf die Siegerstraße beim 3:0 gegen Dänemark. Doch schon beim 1:1 gegen Tschechien entglitt der Führungskraft die Leitung des Geschehens. Erst auf dem Platz, wo sich das DFB-Team über die Zeit rettete, später aber auch im Mannschaftskreis, wo sich Can wohl zu allzu selbstgefälligen und -sicheren Parolen hinreißen ließ vor dem Halbfinale gegen Portugal. Worte, denen keine Taten folgten. Nach dem 0:5-Desaster platzte Matthias Ginter der Kragen.

Diplomatisch-kryptisch förderte der Dortmunder das Fehlverhalten Cans zutage. „Jeder Spieler muss sich an die eigene Nase fassen, ob er sich bei der Vorbereitung auf dieses Spiel professionell verhalten hat.“ Der Angeklagte gab sich schnell geständig. „Ich wurde viel gelobt, vielleicht war es ein bisschen zu viel“, ahnte Can, „vielleicht habe ich nur gedacht, ich bin der Größte. Ich glaube, ich muss wieder auf den Boden kommen.“ Die kaum zu überbietende Deutlichkeit der kleinlaut, aber offen und öffentlich vorgetragenen Selbstkritik sprach wiederum für Emre Can. „Ich werde daraus lernen“, versprach er. Das sollte und das kann er auch. Er ist ja gerade mal 21. Zeit genug zu realisieren, dass Führungsanspruch nicht mit Sprüchen oder aufgesetzten Chef-Attitüden zu untermauern ist. Nicht mit unnötigen Wortgefechten mit Schiedsrichtern, nicht mit demonstrativem Abwinken oder Austrudeln. Sondern durch Leistung, im besten Fall gepaart mit einem guten Schuss Demut. Die Rolle des jungen Herausforderers spielt Can tadellos. Das wird sicher auch in der Nationalelf so sein, wo er sich erst einmal behaupten muss. Mit steigender Selbstsicherheit neigt Can (noch) zur Selbstgefälligkeit.

Dann wandelt er auf einem schmalen Grat. Ein Balanceakt zwischen fußballerischer Größe und Größenwahn. „Ich bin der Größte“, ganz in Anlehnung an sein Vorbild Muhammad Ali. Überhöhung und Überheblichkeit könnten diesen Überflieger bremsen. Spannend bleibt allerdings auch die Frage, ob Can seine Anlagen tatsächlich in der Mitte des Spielfeldes am besten entfalten kann. Bei aller vorhandenen Dynamik und Technik präsentiert sich Can eher als gradliniger Spieler. Unter hohem Zeit- und Gegnerdruck aus allen Richtungen wirkt er zuweilen hölzern, weniger wendig als andere Sechser. Das macht das Spiel auf engem Raum problematisch. Eine Aufgabe, die die deutsche Auswahl indes sehr oft zu lösen hat. In den Grenzbereichen des Spielfeldes tut sich Can leichter. Da kann er seine Geschwindigkeit voll ausleben. Weil Löw nach wie vor nach einer Ideallösung auf der rechten Seite fahndet, könnte das durchaus Cans künftiges Einsatzgebiet sein. Wo auch immer – sollte Emre Can in den EMQualifikationsspielen gegen Polen und/oder in Schottland zum Einsatz kommen, hat er jedenfalls eine Option verspielt: Die Möglichkeit, auch für die Nationalmannschaft der Türkei aufzulaufen, wäre mit dem ersten Pflichtspiel für das deutsche A-Team hinfällig.

Polen: Bayern-Star Robert Lewandowski gehört zweifelsohne zu den Topstürmern in Europa. Jahrelang aber gab es für ihn Probleme in Polens Nationalmannschaft. Das ist Vergangenheit. Seit Arkadiusz Milik an seiner Seite stürmt, ist Polens Angriff brandgefährlich. Fast könnte man sagen, der junge Milik verleiht den Weißen Adlern Flügel … Das sah vor einem Jahr noch ganz anders aus. Im September 2014 vor dem Auftakt zur EMQualifikation forderten viele Experten, dass der junge Milik besser die Qualifikation der U 21 in Griechenland spielen solle – zumal die A-Mannschaft in Gibraltar ja ohnehin gewinnen würde. Zudem war Milik bei seinem neuen Klub Ajax Amsterdam kein Stammspieler, sondern hinter dem Isländer Kolbeinn Sigthorsson zweite Wahl. Doch Nationaltrainer Adam Nawalka entschied sich anders. Er nahm den jungen Milik mit nach Faro, wo die A-Mannschaft ihr Spiel gegen Gibraltar bestritt. Und stellte ihn prompt neben Lewandowski in den Angriff. Milik aber wirkte leblos beim 7:0 über den Fußballzwerg, Lewandowski erzielte vier Treffer. Nawalka nahm sich den Youngster zur Brust. „Ja“, gestand Milik damals, „das waren deutliche Worte!“

Einen Monat später dann, beim Quali-Doppelpack gegen Deutschland und Schottland, forderte ein Journalist, gegen den Weltmeister eine bessere Reserve ins Rennen zu schicken, um so die besten Kräfte für die Schotten zu schonen. Doch davon wollte Nawalka nichts wissen, er setzte im Angriff auf seine Top-Elf mit Lewandowski und – Milik. Mit viel Glück und großem Kampf holten die Polen einen historischen 2:0-Sieg, den ersten in der Länderspielgeschichte! Milik traf per Kopf zur Führung. Nur wenige Tage später gab es dann ein schwer umkämpftes 2:2 gegen die Schotten. Nachdem Lewandowski früh brutal gefoult worden war und sich durch die Partie schleppte, gelang seinem Partner das Tor zum verdienten 2:2-Endstand. Spätestens nach dieser Partie stand fest, dass der Youngster neben dem Kapitän in den Angriff gehört. Dies bestätigte sich auch in den nächsten Quali-Spielen. Beim 4:0 in Georgien traf Milik in der Nachspielzeit – nach brillanter Vorarbeit Lewandowskis, der selbst ohne Treffer blieb und unkte: „Da mache ich vier Tore gegen Gibraltar und treffe in den folgenden drei Spielen nichts. Solch einen Treffer wie Arek schieße ich auch gerne.“

Dafür war Lewandowski nach einem schmucklosen 1:1 in Irland dann beim 4:0 im Rückspiel über Georgien wieder dran, markierte einen Hattrick. Den Führungstreffer musste er aber seinem Pendant überlassen: Milik traf mit einem fantastischen Schuss aus 25 Metern. Lewandowski und Milik – zwei, die sich gesucht und gefunden haben. Die bisherige Bilanz des Duos kann sich sehen lassen: Lewandowski erzielte sieben Tore (drei Assists) nach sechs Spielen, Milik vier Tore und gab vier Assists. Nebenbei ist der Bayern-Stürmer auch sein Vorbild, wie er nach seinem Erstligadebüt 2011 für Gornik Zabrze bekannte. Doch dort blieb Milik nur eineinhalb Jahre, das Talent zog es gen Westen. Im Januar 2013 wechselte es zu Leverkusen (6 Einsätze/ 0 Tore/1 Assist), wurde aber nach Startschwierigkeiten an Augsburg ausgeliehen. Dort brachte Milik es in 18 Spielen ebenfalls nur auf 616 Minuten Einsatzzeit (18/2/0), sodass er sich zu Beginn der Saison 2014/15 zu Ajax ausleihen ließ.

Und dort will Milik vorerst auch bleiben. Bis 2019 hat der niederländische Rekordmeister das polnische Talent gebunden, nachdem man ihn dank einer Klausel für 2,5 Millionen Euro von Bayer Leverkusen kaufte. Ein aktuelles Angebot von Olympique Marseille (elf Millionen) ist vom Tisch. „Arek braucht Stabilität, das habe ich mit ihm abgesprochen“, erklärt sein Berater Przemyslaw Dawid Pantak. „Bitte nicht falsch verstehen, aber Zlatan Ibrahimovic war auch drei Jahre in Amsterdam und ging dann erst zu Juventus. Und auch Luis Suarez kickte dreieinhalb Jahre bei Ajax, bevor er nach Liverpool wechselte.“ Setzt Milik diese Serie fort? Polens Verbandspräsident Zbigniew Boniek, schließlich früher selbst ein Weltklassespieler, frohlockt schon: „Deutschland arbeitet vorbildlich mit der Jugend, die Mannschaft ist Weltmeister – aber so starke Stürmer wie wir haben die Deutschen nicht.“

Deutschland - Polen Live Stream

Das Spiel zwischen Deutschland und Polen wird am Freitag, den 04.09.2015 um 18:00 Uhr angestoßen. Nicht jeder hat das Glück das Spiel live im Stadion sehen zu können und muss auf diverse TV-Übertragungen oder mögliche Live Streams im Internet hoffen.

So bieten möglicherweiße Sport-Sender wie Sky, Eurosport oder Sport1 einen eigenen Livestream an, der legal ist und eine gute Qualität aufweist. Wie gewohnt wird die Vorberichterstattung etwas früher beginnen. Also schaltet einfach rein, und seid live dabei, wenn es heißt: Deutschland vs Polen!

Allerdings gibt es noch weitere ausländische Livestreams im Internet, die das komplette Spiel übertragen werden, diese könnt ihr eventuell im Livestream-Portal "tvlive.net" finden. Außerdem könnt ihr die vielen Liveticker nutzten, die im Internet verbreitet sind.

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