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Live Stream FC Bayern München - FK Rostow 13.09.2016 Champions League

In der Allianz Arena findet am Dienstag den 13.09.2016 der 1.Spieltag der Champions League statt. Um 20.45 trifft Bayern München auf FK Rostow. Sei Live dabei per TV, Livestream, Radio oder Liveticker!

Francisco Gento gehört als linker Außenstürmer zu den besten seiner Zeit. Und die spielen schon in den 50er und 60er Jahren bei Real Madrid. Fünfmal in Serie zwischen 1956 und 1960 sowie noch einmal 1966 gewinnt „Paco“ den Europapokal der Landesmeister. Bis heute hielt niemand, ob Spieler oder Trainer, den begehrten Henkelpott häufiger in den Händen. Carlo Ancelotti kann diesen Rekord einstellen, wenn er als Trainer des FC Bayern mit seiner Mannschaft am 3. Juni das Finale der Champions League in Cardiff erreichen und gewinnen sollte. Wie bei Alfredo di Stefano und Zarraga – ebenfalls mit Real Madrid – sowie Paolo Maldini stehen auch in Ancelottis Lebenslauf fünf Titel im bedeutendsten Klubwettbewerb. Im Gegensatz zu den anderen aber auch als Trainer. Ancelotti, der Silberschmied. Zunächst, 1989 und 1990, als Spieler. Arrigo Sacchi luchst 1987 dem AS Rom Ancelotti ab, er benötigt einen Denker und Lenker, eine ordnende Hand im Mittelfeld seines großen AC Mailand um Ruud Gullit und Marco van Basten. Die Karriere als Trainer ist da schon vorgezeichnet. Bei „seinem“ Milan wiederholt er, nun als Trainer, 2003 und 2007 den Coup, auch mit Real triumphiert er 2014.

Sollte er nun die Bayern auf den Thron zurückführen, würde Ancelotti gleich zwei bemerkenswerte Rekorde aufstellen: Er wäre der erste Trainer, der den Henkelpott viermal gewinnt und zudem der erste mit drei verschiedenen Klubs in drei verschiedenen Ländern. Der einzige aktive „Konkurrent“ Jose Mourinho kann in dieser Saison nicht mit ihm wetteifern, er tritt mit Manchester United nur in der Europa League an. Persönliche Eitelkeiten sind Ancelotti fremd, sonst müsste er sich in seinen ersten beiden Münchner Monaten schon sehr gut verstellt haben. Manch ein Profilneurotiker der Szene würde weit ausholen, um seine Erfolge zu erklären. Bei Ancelotti klingt das so: „Ich kenne den Grund nicht, warum ich so viele Titel gewonnen habe. Vielleicht hatte ich Glück.“ Dazu zitiert er Napoleon. Dem war ein glücklicher General lieber als ein guter. Große Niederlagen musste er trotzdem einstecken. Das gilt auch für Ancelotti, insbesondere die denkwürdige im Finale 2005 gegen den FC Liverpool. Bis zu jenem Tag scheint es unmöglich, dass sich eine ausgebuffte italienische Mannschaft eine 3:0-Führung nehmen lässt.

Danach muss die Fußballgeschichte neu geschrieben werden. Sie hinterlässt einen fassungslosen Ancelotti, der die Grenzen der Einflussnahme eines Trainers aufgezeigt bekommt: „Es war für mich unmöglich, etwas zu ändern, es ging viel zu schnell.“ Eine „Mutter aller Niederlagen“, vergleichbar nur mit Bayerns Last-minute-1:2 gegen Manchester United 1999. Ancelotti und die Bayern haben von großen Triumphen bis hin zu den bittersten Momenten als Sportler alles erlebt, das sollte verbinden. Und sie sind noch lange nicht satt. Auch und vor allem deshalb haben die Bayern-Bosse Ancelotti als Guardiola-Nachfolger auserkoren. Der Silberschmied soll die Sehnsucht nach dem Henkelpott stillen. 25 Jahre vergehen zwischen dem dritten Titel 1976 und dem vierten 2001. Zwölf Jahre sind es zwischen 2001 und 2013. Die Abstände sollen kürzer werden, so hat es Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mal formuliert. Vier Jahre werden es rund um das Finale in Cardiff sein, es wäre dem eigenen Anspruch gemäß also an der Zeit. Acht Mann aus der Startelf des Finals in Wembley 2013 stehen noch im Kader: Neuer, Lahm, Boateng, Alaba, Javi Martinez, Ribery, Robben, Müller. Dazu Badstuber und Rafinha, die in jener Saison eingesetzt wurden. Lahm, Ribery, Robben, aber auch der 2014 verpflichtete Xabi Alonso biegen auf die Zielgerade ihrer Karriere ein, verfügen aber gemeinsam mit dem Rest des Kaders immer noch über die nötige Klasse für den Titel. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die Chance ist groß, vielleicht größer als nach dem sich anbahnenden Umbruch, wer kann das schon voraussagen. Eine Garantie bietet auch Ancelotti nicht. Aber vielleicht kann seine immense Erfahrung im entscheidenden Moment den Unterschied ausmachen. Die Gelassenheit aus 57 Lebensjahren, der Arbeit in mittlerweile fünf großen Ligen und all den Erfolgen lässt ihn vor großen Spielen nichts Verrücktes machen. Da ist kein innerer Druck, jetzt das Über-Ding bringen zu müssen. „Taktisch und von der Motivation her wird Ancelotti in der Champions League fast dasselbe machen und uns vorbereiten wie immer“, vermutet Xabi Alonso. Er muss es wissen, 2014 gewann er die Königsklasse mit Ancelotti, auch wenn er im Finale gegen Atletico gesperrt fehlte. Das Wissen um den neuen Trainer war für Alonso ein wichtiger Grund, kurz vor Weihnachten 2015 seinen Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern. „Die Champions League ist für ihn und uns alle speziell. Wir wissen, wie wichtig das für den Verein ist. Aber wir dürfen noch nicht zu viel über den Titel sprechen“, sagt der Baske, der als zweiter Spieler nach Clarence Seedorf (Ajax, Real, Milan) den Pott mit drei verschiedenen Klubs gewinnen kann.

2005 Liverpool, 2014 Real, 2017 Bayern? Zunächst gilt es, die Gruppenphase gut zu überstehen, gegen Atletico Madrid, PSV Eindhoven und FK Rostow, den Auftaktgegner am Dienstag in der Allianz-Arena, möglichst als Gruppensieger. Die Vorbereitung darauf beginne erst nach dem Spiel auf Schalke, sagt Ancelotti am vergangenen Donnerstag, „die Champions League habe ich noch nicht im Kopf“. Erst im Frühjahr, mit Beginn der K.-o.-Phase, wird sich vermutlich zeigen, wie fruchtbar die Beziehung zwischen Bayern und Ancelotti sein wird. Der Trainer formuliert den Titel selbstbewusst als Ziel, ist aber Realist genug zu wissen, dass dieser nicht planbar ist. „Wir versuchen, in allen Wettbewerben stark zu sein. Wir wollen wettbewerbsfähig sein, wir wollen gewinnen. Das Einzige, das wir nicht kontrollieren können, ist das Resultat.“ Das weiß auch Thomas Müller: „Je nach Gegner kann man auf dem Niveau nicht mehr alles kontrollieren. Du brauchst eine gute Leistung und ein bisschen Glück. Natürlich kann der neue Trainer andere Ansätze haben. Dass uns das in den entscheidenden Spielen weiterhilft, das hoffe ich, Garantien gibt es nicht.“

Glück, Pech, Tagesform, Sperren, Verletzungen. Zu viel kann auf dem Weg nach Cardiff im Showdown der Weltelite passieren, oft entscheiden Kleinigkeiten. Einer wie Ancelotti weiß das, sein Vorgänger Pep Guardiola muss es auf bittere Weise erfahren. 2015 ist das Halbfinale gegen den FC Barcelona mit einem arg gerupften Kader logische Endstation, 2016 wäre es gegen Atletico vielleicht anders ausgegangen, hätte Thomas Müller im Rückspiel beim Stand von 1:0 nicht einen Elfmeter verschossen. Nur 2014, da entscheidet auch die Trainerform: gegen Guardiola, für dessen Widersacher Ancelotti auf der Real-Bank. Mit einer Kontertaktik coacht der Italiener ihn klassisch aus, die Bayern patzen bei Standards und laufen daheim mit einer zu offensiven Ausrichtung ins offene Messer. Das 0:4 im Rückspiel gilt als eine der größten Demütigungen für Bayern überhaupt, es ist die höchste Heimniederlage in ihrer langen Europacup-Historie. Ancelotti erinnert sich aus der Sicht des Siegers: „Ich wusste, dass es unmöglich sein würde, Bayerns Ballbesitz zu verhindern. Und wenn etwas unmöglich ist, dann musst du etwas anderes versuchen. Die können den Ball haben, aber wir müssen dann gut verteidigen. Und wir haben wirklich gut verteidigt gegen Bayern. Danach waren die Konter eine entscheidende Qualität, weil wir dafür fantastische Spieler hatten. Dieses Spiel wurde durch eine Taktik gewonnen, die genau auf das gegnerische Spiel passte.“

Am Thema Champions League kommt Ancelotti seit seinem Amtsantritt Anfang Juli nicht vorbei – völlig unabhängig davon, dass zwischen seinem ersten Training mit der Mannschaft und dem ersten Auftritt in der Königsklasse am Dienstag 64 Tage liegen. Schon bei seiner Antritts-Pressekonferenz lautet eine der ersten Fragen die nach dem ganz großen Titel. Egal ob Medienrunde, Fantreff oder Sponsorenmeeting, egal ob mit Spielern, Management oder Ancelotti selbst, egal ob als Frage, Wunsch oder Aufforderung: Die Champions League ist das Thema. Der nächste nationale Rekord mit der fünften Meisterschaft in Folge? Nett, aber keine Überraschung. Der Sieg im DFB-Pokal, dem Wettbewerb, in dem selbst größte Favoriten am ehesten straucheln können? Gerne, aber das unbedeutendere Finale zum Saisonende. Der Hunger ist groß nach dem sechsten Triumph in der Königsklasse. Und wer, wenn nicht Ancelotti, soll dafür sorgen, dass es nach drei titellosen Jahren klappt? Ein Druck, der am Italiener abperlt. „Ich hatte immer das Glück, Top-Teams zu trainieren. Ich fühle den Druck nicht so sehr, ich liebe meinen Job und bin Druck gewohnt.“

Wer bei Juventus Turin, dem AC Mailand, dem FC Chelsea, Real Madrid und Paris St. Germain gearbeitet hat, lebt damit. Die Agnellis, Berlusconis, Abramovichs, Perez oder Al-Khelaifis der Branche mit ihren Millionen und Milliar den im Rücken wollen Titel, möglichst viele und am liebsten den in der Champions League. Dreimal konnte Ancelotti diesen Wunsch erfüllen, mehr Garantie kann kein Trainer geben. Seine Gelassenheit soll auf die Spieler abstrahlen, Mats Hummels glaubt daran: „Seine Erfahrung hilft mit Sicherheit viel. Es werden Situationen kommen, in denen wir vielleicht nicht den Zugriff auf die Spieler haben und unter Druck geraten. Und dann hilft es extrem, wenn man von außen die richtigen personellen und taktischen Anschübe bekommt, um das Spiel wieder unter Kontrolle zu bekommen.“ Der Weltmeister hebt Ancelottis Ausstrahlung hervor, er wisse, wie man Spieler mit großen Egos behandeln müsse, sie bei Laune hält und leistungsbereit bekommt. In der Tat ist Ancelottis Erfahrungsschatz in dieser Kategorie riesengroß: Cristiano Ronaldo, Ibrahimovic, Drogba, um nur die prominentesten aus einem Pool Weltstars zu nennen, die als nicht immer pflegeleicht gelten.

In dieser Hinsicht drohen ihm beim FC Bayern kaum Probleme. Hier tummeln sich Funktionäre, die selbst große Fußballer waren. Dazu manschaftsdienliche Stars, die sich seit Jahren pushen, Titel um Titel einfahren und nie nachlassen. Für Allüren sind die Lahm, Neuer, Müller oder Boateng nicht bekannt. Ancelotti hat dies schnell schätzen gelernt, er fühlt sich wohl in seiner neuen Heimat. Für Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ist er „der richtige Trainer zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, er nennt Ancelotti einen „großen Trainer“. Am Anspruch ändert das nichts. Ancelotti wird alles versuchen, ob es ihm im Gegensatz zu Guardiola gelingt, wird die Zukunft zeigen. „Es ist nicht leicht, die Champions League zu gewinnen“, sagt er. Ancelotti weiß, wovon er spricht, wenn er Allgemeinplätze wie diesen oder „jeder Topklub will sie gewinnen“ zum Besten gibt. Er kennt die Topklubs wie fast kein Zweiter und weiß um die schweren Bedingungen. Deswegen würde er niemals das Versprechen abgeben, den Titel zu gewinnen. Ziel und Wunsch ja, Garantie nein: „Nur einer kann gewinnen.“ Geht es nach den Bayern, wird es der Silberschmied richten.


FC Bayern München - FK Rostow Live Stream

Der FC Bayern München empfängt die Mannschaft von FK Rostow. Der Schiedsrichter wird das Spitzenspiel am Dienstag, 13.September 2016, um 20:45 Uhr anpfeifen.

Wenn das Spiel zwischen FC Bayern München und FK Rostow angestoßen wird, werden etliche Fussball-Fans leider nicht zuschauen können. Wer über einen schnellen Internet-Anschluss verfügt, kann sich einen Live-Stream suchen – und davon gibt es genügend. Sportsender bieten möglicherweiße zu diesem Event einen eigenen Livestream an, der legal ist und eine HD-Qualität aufweist.

Alternativ findet ihr auch weitere Fussball Live Streams in sehr guter und flüssiger Qualität von Buchmachern. Man muss sich lediglich einen Account erstellen mit einer kleinen Einzahlung. Diese kann man sich aber problemlos wieder zurücküberweisen lassen, wenn man kein Interesse mehr an den Live Streams hat.



Wir von Fußball Live Stream wünschen euch viel Spaß beim Spiel Bayern München gegen FK Rostow, vergesst nicht um 20:45 Uhr einzuschalten, sei es per TV, Livestream, Radio oder Liveticker!